Neuer Kreisel und 7000 Rosen

Mitte Mai sollen die Sanierungsarbeiten an der Bünder Straße beginnen. Wie die Trasse danach aussehen soll und was in der Umbauzeit auf die Anwohner zukommt, haben die Anlieger am Montag auf einer Informationsveranstaltung erfahren.

 

Eigentlich sollte der Info-Abend in der Grundschule Sundern stattfinden. Da das Interesse der Bürger so groß war, wich man aber in den Treffpunkt Sundern aus.

Hier erfuhren die Anwohner, dass die Sanierung der Landstraße 545 (L 545), über die täglich bis zu 13 000 Fahrzeuge brausen, zehn Monate dauern soll. »Die Kosten für die Sanierung belaufen sich zurzeit auf etwa drei Millionen Euro«, berichtete Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer.

Durchgeführt werden soll die Maßnahme entlang des knapp 1100 Meter langen Abschnittes in zwei Schritten: Der erste Bauabschnitt, der von Mitte Mai bis September gehen soll, erstreckt sich in etwa von der Bike-Arena Benneker aus bis zur Einfahrt der Brauerei Felsenkeller. »In diesem Abschnitt soll auch ein Kreisverkehr an der Brauerei gebaut werden«, erläuterte Ralf Fritze vom Planungsbüro Bockermann/Fritze. Vom neuen Kreisel ausgehend soll dann ab Oktober die zweite Bauphase starten. Diese erstreckt sich in Richtung Lippinghausen bis auf Höhe des Fachmarktzentrums (Aldi, Rewe).

Wie die L 545 in Sundern nach dem Umbau aussehen soll, zeigte Diplom-Ingenieur Fritze den Bürgern anhand von Bildern und Skizzen. Neben dem Kreisverkehr und einer neuen Fahrbahn soll die Straße auf beiden Seiten breit angelegte Geh- und Radwege und mehrere Parkbuchten erhalten. Zudem soll die Trasse mit mehr Bepflanzung aufgewertet werden. »Es sollen unter anderem 7000 Rosen und zirka 25 Bäume gepflanzt werden«, erklärte der dafür zuständige Landschaftsarchitekt Ulrich Kortemeier.

Als Konsequenz für die baulichen Maßnahmen, zu der auch die Erneuerung des Kanalsystems zählt, muss die Bünder Straße in der Zeit der Sanierung komplett gesperrt werden. »Das geht schneller als mit Teilsperrungen und hat sich in Eilshausen und Lippinghausen bewährt«, berichtete Fritze. Davon betroffen sind aber nicht die Anlieger. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer und den Busverkehr würden Umleitungen eingerichtet, so der Bauplaner.

In der anschließenden Diskussion war für die Anwohner unter anderem zu hören, dass der Rat der Gemeinde dem Antrag der Bürgerinitiative »Wir in Hiddenhausen für den Tunnel« zugestimmt hat. Dieses sieht vor, dass man während der Umbauphase den überörtlichen Lkw-Verkehr großräumig umleitet. »Vielleicht kann man damit eine kleine Entlastung erreichen«, wies Mitinitiator Wolfgang Schmidt auf Feinstaub- und Lärmbelastungen hin. Ob das Gesuch auch tatsächlich umgesetzt wird, sei noch nicht endgültig, sagte Bürgermeister Rolfsmeyer. »Das muss unter anderem noch mit dem Straßenverkehrsamt geklärt werden.«