UWG stellt sich für Kommunalwahl auf

WAHL 2014: Politische Schwerpunkte festgelegt

Die UWG wird sich weiter für ein dauerhaftes LKW-Durchfahrtsverbot einsetzen. Das ist der Kern des Programms für die anstehende Kommunalwahl. Zudem liegt das Augenmerk der freien Wähler auf der Konsolidierung des Haushalts, der Förderung der Landwirtschaft (ohne gewerbliche Schweinemastanlagen) und einem breites Kulturangebot.

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Raus mit den Lastwagen

UWG Hiddenhausen stellt ihre Kandidaten auf

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Hiddenhausen hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im Mai aufgestellt. Die vorderen Listenplätze belegen Dirk Nölkenhöner (Platz 1), Wolfgang Sieber (2), Wolfgang Körner-Hemicker (3), Robert Schmidt (4), Zuvin Ammo (5), Nesrin Ammo (6) und Hans Jürgen Lindemann (7).

Vorsitzender Eckard Gläsker stellte das Wahlkampfkonzept vor. Die UWG werde sich weiter für die Einrichtung eines dauerhaften Lkw-Durchfahrtverbots in der Gemeinde einsetzen. Gläsker verwies auf seinen bereits vor gut einem Jahr bei Landrat Christian Manz eingereichten Antrag. Gläsker: »Derzeit befindet sich der Antrag in intensiver Prüfung, da inzwischen auch sämtliche Parteien im Gemeinderat Hiddenhausen sich unserem Ansinnen angeschlossen haben.« Auch die Bürgerinitiative »Tunnel durch den Berg« habe das Thema aufgegriffen. Der Wille zur Einführung eines Durchfahrtsverbots für Lastwagen sei zunächst von der UWG gekommen. Noch im vergangenen Jahr hätten sich die großen Parteien im Gemeinderat massiv dagegen gestellt. Gläsker: »Es ist gut, dass nunmehr von allen Parteien die Wichtigkeit dieses Themas erkannt wird.«

Weitere Schwerpunkte im Wahlprogramm der UWG bleiben die Konsolidierung des Gemeindehaushaltes und die Erhaltung des Kulturangebotes. Gewerbliche Schweinemastanlagen in Hiddenhausen will die Wählergemeinschaft nicht mehr genehmigen.

UWG kritisiert Verzögerungen

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Hiddenhausen kritisiert den Fahrplan für die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Sundern. Dirk Nölkenhöner schreibt in einer Stellungnahme: »Inwieweit bevorstehende Wahlen auch Prozesse lähmen können, ist zur Zeit an dem verspäteten Baubeginn in der Ortsdurchfahrt Sundern zu sehen.« Anstelle eines raschen Baubeginns in diesem Frühjahr, werde nun gewartet, bis die Kommunalwahlen vorüber sind. Der UWG-Politiker mutmaßt, dass dies geschehe, um kurz vor der Wahl keinen Frust und Ärger aufkommen zu lassen, die eine Bauphase mit sich bringe. Dirk Nölkenhöner: »Dieses Projekt ist schließlich nicht erst seit gestern in Vorbereitung. Vorausschauende Planung wäre besser gewesen.«

Kritik an Verzögerung der B 239-Sanierung UWG macht bevorstehende Wahl verantwortlich

Eine Verzögerung des Baubeginns bei der Sanierung der B239 in Sundern kritisiert die UWG. Und die Wählergemeinschaft hat auch schon einen Grund ausgemacht, warum es nicht weitergeht: Die bevorstehende Kommunalwahlen.

"Anstelle eines raschen Baubeginns in diesem Frühjahr nach Beendigung der nicht vorhandenen Frostphase in diesem Jahr wird erst gewartet bis die Kommunalwahlen vorüber sind", kritisiert Dirk Nölkenhöner in einer Mitteilung. Dies geschehe wohl, "um keinen Frust und Ärger aufkommen zu lassen, die eine Bauphase eine Wahlentscheidung eventuell negativ beeinflussen könnten", heißt es in dem Schreiben weiter.

Auch danach mutmaßt Nölkenhöner, werde es nur auf Sparflamme weitergehen, denn: "In den Sommerferien werden die Baufirmen auch nicht das volle Personal zur Verfügung haben wegen den Schulferien." Ein zügiger Baubeginn hätte für die ganze Gemeinde die negativen Begleiterscheinungen sicherlich minimiert, schließlich sei das Projekt "nicht erst seit gestern in Planung. Die Gelder liegen auch bereit." Nölkenhöner: "Vorausschauende und weitsichtige Planung wäre zum Wohle aller gewesen."

UWG Hiddenhausen stellt ihr Wahlprogramm vor

Dirk Nölkenhöner strahlt Zuversicht aus. Der Ratsherr und Kandidat (Listenplatz 1) der Unabhängigen Wählergemeinschaft rechnet nach der Kommunalwahl am 25. Mai nicht nur mit einem Wiedereinzug ins Parlament, sondern auch mit einem zusätzlichen Mandat für die UWG. »Dann hätten wir Fraktionsstatus«, sagt der 48-Jährige.

Dafür reichen zwei Sitze in einem Parlament aus. In dieser Legislaturperiode war Dirk Nölkenhöner, der mit seiner Familie in Schweicheln wohnt, quasi Einzelkämpfer. Doch diese Zeiten werden, wenn die Prognosen des Einkaufsleiters für Rohstoffe zutreffen, bald der Vergangenheit angehören. »Wir sind in den einzelnen Stimmbezirken gut aufgestellt und haben auch viele jüngere Leute in unseren Reihen«, sagte Nölkenhöner jetzt bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Fünf Kandidatinnen und Kandidaten der UWG sind unter 25 Jahre alt.

Punkten will die Wählergemeinschaft nicht nur beim Thema Verkehr. Hier bleibt es bei der seit langem erhobenen Forderung, ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen auf der Herforder- und der Bünder Straße zu erreichen. Akzente will die UWG auch im kulturellen Bereich setzen. Dirk Nölkenhöner und sein Team möchte neue Wege beschreiten, in dem sie Hiddenhausen zu einer »Kinder-Kultur-Kommune« machen. »Um das Interesse an Kultur zu wecken, müssen wir an der Basis anfangen, in den Kindertagesstätten und in den Grundschulen «, sagt Dirk Nölkenhöner. Die Kleinen sollten frühzeitig vertraut gemacht werden mit Musik oder Museen und mit kulturtreibenden Vereinen, »damit sie erkennen, dass es noch etwas anderes gibt als Computer-Spielkonsolen«. Der UWG schwebt vor, dass interessierten Kindern Paten aus Vereinen und Verbänden zur Seite gestellt werden, die ihr Wissen an Jüngere weitergeben. Auch der Slogan »Kurze Beine, kurze Wege« findet sich im Programm der UWG. Genau dieses Motto sei durch das »skandalöse Verhalten des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Ewering« bei der Bildung der Eingangsklassen an Grundschulen gefährdet gewesen. Der UWG-Politiker: »Hätte die SPD hier mehr Sachverstand walten lassen, hätte es gar nicht zu den berechtigten Protesten von Eltern kommen müssen.«

Ein weiteres Thema, das der UWG am Herzen liegt und sich auch im Programm findet: Die Schaffung von seniorengerechten Wohnmöglichkeiten in allen Ortsteilen: »Vor diesem Problem kann niemand die Augen verschließen.«

Kann sich die UWG nach der Wahl ein Bündnis mit anderen Parteien vorstellen? Was diese Frage betrifft, gibt es eine klare Aussage. Dirk Nölkenhöner: »Die UWG ist selbständig genug, um ihren eigenen Weg zu gehen. Wir würden uns niemals von vornherein auf eine Seite schlagen.« Dennoch, fügt der UWG-Kandidat hinzu, sei man aber natürlich zu Gesprächen jederzeit bereit.