Parteien lehnen Feinstaub-Messung ab - UWG wollte Belastung der Luft untersuchen lassen

Hiddenhausen(HK). »Ich kann das Verhalten der anderen Parteien nicht nachvollziehen.« Auch am Tag nach der Ratssitzung ist die Verärgerung bei Dirk Nölkenhöner noch groß. Im Parlament war ein Antrag der UWG auf Untersuchung der Feinstaubbelastung in Hiddenhausen abgeschmettert worden.

»Es scheint mir so, als ginge es manchen Ratsherren nur darum, gegen die UWG zu sein«, sagte der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Wählergemeinschaft am Freitag gegenüber dieser Zeitung.
Am Abend zuvor hatte Dirk Nölkenhöner bei der Ratssitzung den Antrag eingebracht, die Feinstaubbelastung entlang der beiden Hauptverkehrsadern von Hiddenhausen, die Bünder Straße (L 545) und die Herforder Straße (B 239), durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) analysieren zu lassen. »Jeder Bürger hat das Recht zu erfahren, wie viel Feinstäube durch den wachsenden Verkehr in Hiddenhausen eingeatmet werden. Das kann man messen lassen – und diese Messungen sind kostenlos, da die komplette Untersuchung vom Landesamt bezahlt wird.« SPD, CDU und Grüne lehnten den Antrag indes ab. Sie wollen im März im Rat das »Gesamtpaket Verkehrslage« erörtern. Dirk Nölkenhöner am Freitag: »Besonders enttäuscht bin ich von den Hiddenhauser Grünen, denn sie hatten im Vorfeld noch Zustimmung signalisiert. Seit dem Weggang von Friedhelm Franke und Hans-Joachim Krüger passen sie sich der SPD und CDU an.«

WB 31.01.2015

Von Curd Paetzke